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50 Jahre Unabhängigkeit!

Etwa 400.000 Jahre alte Hackwerkzeuge (Chopping Tools) wurden im Norden des Landes bei Markoye gefunden. Es konnte nachgewiesen werden, dass vor etwa 14.000 Jahren Jäger und Sammler im Nordwesten des heutigen Burkina Faso lebten. Zwischen 3600 und 2600 v. Chr. wurde von jungsteinzeitlichen Kulturen Landwirtschaft betrieben. Für die Zeit vor etwa 3000-3500 Jahren lassen Grabbeigaben auf ein erwachendes spirituelles Bewusstsein der Menschen schließen. Der Gebrauch von Eisenobjekten und Keramiken konnte nachgewiesen werden

Einige der heute in Burkina Faso existierenden Ethnien waren schon zum Ende des ersten Jahrtausends nach Christus auf dem heutigen Gebiet des Landes ansässig und in autonomen Dorfgemeinschaften organisiert.
Der erste Europäer, der das heutige Burkina Faso bereiste, war Heinrich Barth. Er erreichte Liptako von Norden kommend und besuchte auf dem Weg nach Timbuktu die Stadt Dori. Nach der Kongokonferenz 1884/1885 in Berlin äußerte sich der „Wettlauf um Afrika" im Westsudan im Versuch von Briten, Franzosen und Deutschen, durch Protektoratsverträge mit den Mossiherrschern das Hinterland der Küste unter Kontrolle zu bringen. Es waren schließlich die Franzosen, die 1896 mit militärischer Gewalt Ouagadougou einnehmen konnten und den Moogo naaba zur Flucht zwangen. In der Folge wurde durch zahlreiche Protektoratsverträge das gesamte Gebiet des heutigen Burkina Faso unter Kontrolle gebracht und unter Militärverwaltung gestellt. 1904 wurde es Teil der Kolonie Obersenegal und Niger, und 1919 wurde eine neue Kolonie Obervolta (französisch La Haute Volta, nach dem Fluss Rio Volta) begründet, die zu Französisch-Westafrika gehörte. Der Versuch der wirtschaftlichen Entwicklung unter Gouverneur Édouard Hesling war erfolglos, und wegen mangelnder Rentabilität wurde das Territorium 1932 unter den Nachbarkolonien Französisch-Sudan (heutiges Mali), Niger und Elfenbeinküste aufgeteilt.
Nach dem Krieg wurde die französische Kolonialordnung unter Charles de Gaulle mit der Gründung der Union française neu gestaltet. Vor allem die Mossi unter Führung des Moogo Naaba Koom II. drängten auf Wiederherstellung Obervoltas in den Grenzen von 1932, und so wurde Obervolta 1947 Überseeterritorium.

Erster Präsident des unabhängigen Obervolta wurde Maurice Yaméogo, der in der Folge eine Einparteiendiktatur errichtete. Angesichts der Unzufriedenheit der Bevölkerung wegen der wirtschaftlichen und sozialen Probleme Mitte der 1970er-Jahre ernannte Aboubacar Sangoulé Lamizana eine Regierung der nationalen Einheit, die eine neue Verfassung ausarbeiten sollte. Mit dem Putsch von 1980 stürzte Obervolta für drei Jahre in ein Chaos. Zu dieser Zeit begann der Aufstieg des charismatischen linksgerichteten Thomas Sankara.

Aus "Obervolta" wird "Burkina Faso"

Am 4. August 1984, dem ersten Jahrestag der August-Revolution (Révolution d’Août), wurde Obervolta in Burkina Faso - Land der Aufrechten (Land der Unbestechlichen/Integren/Gerechten) umbenannt, und das Land gab sich eine neue Nationalflagge und eine neue Nationalhymne. Die Verbesserung des Status der Frauen war erklärtes Ziel von Sankaras Politik. Beispiellos in Westafrika verbot er die "Beschneidung von Frauen", verurteilte "Polygamie" und propagierte "Verhütung". Während seiner Amtszeit entstanden erste islamische politische Gruppen bzw. Parteien in Burkina Faso.
Schließlich kam es am 7. November 1982 zu einem erneuten Militärputsch. Da der als Drahtzieher angesehene Thomas Sankara nicht die Macht anstrebte, wurde der Militärarzt Jean-Baptiste Ouédraogo Präsident. Während in einer Übergangsphase die Rückkehr zu einer verfassungsgemäßen Ordnung angestrebt wurde, intensivierte Sankara – zum Premierminister ernannt – Kontakte zu
Muammar al-Gaddafi in Libyen.

Sankara wurde schließlich festgenommen, was Unruhen in den Reihen des Militärs und Proteste bei der Bevölkerung auslöste. Nachdem der Offizier Blaise Compaoré mit der ihm unterstehenden Fallschirmspringereinheit nach Ouagadougou gezogen war, um seinen Freund Sankara zu befreien, kam es am 4. August 1983 zum Staatsstreich, der später als Revolution bezeichnet wurde und Sankara an die Macht brachte.
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